Kreisverband Frauenunion Ortenau
Presse
23.04.2008, 09:30 Uhr | Übersicht | Drucken
Umweltministerin Tanja Gönner MdL in Lahr

Im Rahmen der Wochen der CDU war die Umweltministerin zu Besuch bei der Frauenunion Ortenau und der Seniorenunion Lahr


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Probleme wahrnehmen, Realitäten erkennen, Lösungen erarbeiten.
Das sieht die Umweltministerin Tanja Gönner als ihre Hauptaufgabe.
„Der schwarze Umweltengel“, wie Helga Wössner, die stellvertreten- de Kreisvorsitzende der Frauenunion Ortenau, Tanja Gönner in ihrer Einführung bezeichnete, war im Rahmen „der Wochen der CDU“ in Lahr bei der Frauenunion Ortenau und der Seniorenunion Lahr zu Gast.
Engagiert, dabei humorvoll, überaus im Stoff stehend, mit einem unglaublichen Zahlenwerk im Kopf, versuchte die Umweltministerin die Problematik ihrer Arbeit den Anwesenden zu verdeutlichen.
„74% der Deutschen sind laut Umfrage überzeugt dass man Energie sparen müsse“, so die Ministerin.
„Doch wenn es ans Handeln geht, sinkt dieses Zahl drastisch.“
Gönner stellte einzelne Sparprojekte vor und verwies nicht zuletzt auf den Energiepass, der bald für Vermieter verpflichtend würde und eine Aussage über die zu erwartenden Nebenkosten machen könnte.
Zwei Drittel der Wohnhäuser in Baden-Württemberg seien vor 1978 erstellt worden und hätten nur eine unzureichende Wärmedämmung.
„Es ist unglaublich was durch Sanierungen im Altbau an Energie eingespart werden kann“, erklärte die Umweltministerin.
Mit Energiesparen und dem Umsteigen wie z.B. auf Photovoltaik- anlagen könne jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen. Ganz abgesehen von den Einsparungen bei immer steigenden Ölpreisen.
Der Klimawandel und die Umweltpolitik waren ein weiterer Schwerpunkt der Ausführungen der Ministerin.
Die Umweltpolitik sei heute ganz anders zu gestalten als früher.
In den 80er-Jahren kämpfte man gegen sichtbare Probleme, wie verschmutzte Flüsse, unsaubere Kläranlagen usw. Diese Probleme sind heute behoben und haben den unsichtbaren Problemen platz gemacht, wie z.B. dem Anstieg des Kohlendioxids, hervorgerufen auch durch den Abbau fossiler Stoffe zur Energiegewinnung.
Der Klimaschutz und die umweltfreundliche Energiegewinnung sah die Ministerin als Herausforderung der Zeit an.
„Leider kommt der Strom nicht nur aus der Steckdose“, erklärte sie und erläuterte die Unterschiede der Energiegewinnung auch mit erneuerbaren Energien.
Mit dem Energiekonzept 2020 des Landes Baden-Württemberg soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 11,5 auf 20% gesteigert werden, 50 % komme aus der Kernenergie und 30 % aus fossilen Energieträgern. Wobei die Kernenergie, Strom völlig Co² frei produzieren könne.
„Die Landesregierung möchte sich bis 2020 breit aufstellen,
Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und die Tiefengeometrie sollen die Energielieferanten sein.
Eine Verstaatlichung der Energiekonzerne, wie von Oskar Lafontaine gefordert, garantiere keine niedrigeren Preise, so Gönner.
Auch die Regierung müsse wirtschaftlich arbeiten. Schon 1998 wären die Preise nach dem Rückzug des Staates, also der Liberalisierung der Energiekonzerne, niedrigrer gewesen.
In der anschließenden, sehr lebhaften Diskussion wurde unter anderem auch nach dem Getreide als Biomasse gefragt. Die Ministerin sah darin eine Ethische Debatte, die immer schwierig zu führen seien.
„Solange der Bauer mehr Geld beim Biomassekraftwerk für seine Produkte bekommt, werde er dorthin verkaufen und nicht zum Müller gehen“, erklärte Gönner.
„Aber oft würden nur das Getreide für die Biomasse verwendet, das für Lebensmittel sowieso nicht mehr geeignet ist. Hier müsse ehrlich sachlich und ohne Anfeindungen diskutiert werden.“




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