Kreisverband Frauenunion Ortenau
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19.08.2018, 14:46 Uhr | Roman Vallendor Übersicht | Drucken
Besuch der FU-Ortenau im Weingut Müller (Nussbach-Herztal)

Die Frauen-Union (FU) der CDU Ortenau besuchte am Donnerstag das Weingut Müller im Herztal, um bei einem Rundgang unter Leitung von Hubert Müller den Familienbetrieb inklusive der Besichtigung des Weinkellers kennenzulernen. Außer sieben Hektar Ertragsfläche in den Reben kommt noch Obstbau hinzu. Von besonderem Interesse waren Müllers Ausführungen zur Situation in der Landwirtschaft. Frostbedingte Ernteausfälle hätten letztes Jahr ein Loch in die Kasse gerissen. Vor einigen Monaten seien jedoch die versprochenen finanziellen Zuwendungen des Landes geflossen, welche den entstandenen finanziellen Schaden abgemildert hätten.

Die Frauen-Union der CDU Ortenau hielt ihre Vorstandssitzung im Weingut-Herztal ab. Kreisvorsitzende Helga Wössner (unten links), Birgit Wild-Peter (4. von links), Vera Huber (oben, 4. von rechts) machten Ausführungen zu aktuellen Themen. Hubert Müller (o
 
Die Frauen-Union der CDU Ortenau hielt ihre Vorstandssitzung im Weingut-Herztal ab. Kreisvorsitzende Helga Wössner (unten links), Birgit Wild-Peter (4. von links), Vera Huber (oben, 4. von rechts) machten Ausführungen zu aktuellen Themen. Hubert Müller (oben, rechts) stellte seinen Betrieb vor.
Die Frauen-Union (FU) der CDU Ortenau besuchte am Donnerstag das Weingut Müller im Herztal, um bei einem Rundgang unter Leitung von Hubert Müller den Familienbetrieb inklusive der Besichtigung des Weinkellers kennenzulernen. Außer sieben Hektar Ertragsfläche in den Reben kommt noch Obstbau hinzu. Von besonderem Interesse waren Müllers Ausführungen zur Situation in der Landwirtschaft. Frostbedingte Ernteausfälle hätten letztes Jahr ein Loch in die Kasse gerissen. Vor einigen Monaten seien jedoch die versprochenen finanziellen Zuwendungen des Landes geflossen, welche den entstandenen finanziellen Schaden abgemildert hätten. Erntehelfer kämen nun nicht mehr aus Polen, sondern aus Rumänien, vor allem aus der Region Siebenbürgen. Diese Leute seien sehr fleißig. Da sie stark im christlichen Glauben verwurzelt seien, sei ihnen aber die Sonntagsruhe heilig, sodass sie am Sonntag - auch in "Stoßzeiten"-, wo es erforderlich wäre, nicht arbeiten würden. Jedoch sei er froh, dass er dieses Personal habe. Der Mindestlohn mit 9,31 Euro sei im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zu hoch. Daher könne die bisherige Anzahl der bei ihm beschäftigen Personen nicht gehalten werden. Verstärkt müssten daher Maschinen für die Pflege der Reben und bei der Ente eingesetzt werden. Die Vermarktung der Produkte über den Obstgroßmarkt Mittelbaden (OGM) sei finanziell nicht mehr rentabel, da die Preise für das einheimische Obst durch den Zukauf ausländischer Ware verfallen würden. Viele Landwirte, aber auch Winzer, würden sich mittlerweile vom OGM verabschieden und ihre Ware direkt den Einzelhändlern, beispielsweise Rewe oder Edeka anbieten. EU-Gesetze, wie die Abschaffung des staatlichen Branntweinmonpols und die Erhebung von Steuern auf Branntwein würden den Bauern beziehungsweise den Winzern das Leben schwer machen. Aufgrund der zunehmenden Bürokratie (Stichwort Zertifizierung), Überregulierung durch aufwändige Dokumentationen oder die Erhebung von EU-Steuern auf die hergestellten Produkte würden inzwischen auch Landwirte aus Protest eine Partei im rechten Spektrum wählen. Persönlich habe er sich von der Mitgliedschaft im BLHV verabschiedet, da er seine Interessen nicht genügend vertreten gesehen habe. Müller schlug vor, dass sich innerhalb der politischen Parteien Gremien bilden sollten, die sich um die Landwirtschaft kümmerten, um regionale Lösungen zu erarbeiten. Höchstzufrieden zeigte sich der Winzer über die Vegetation der Reben. Das Bilderbuchwetter beschere schon Mitte August die erste Lese - so früh, wie noch nie. Anfang Oktober dürfte die Weinernte abgeschlossen sein, wenn nicht wettermäßig Unvorhergesehenes geschehe. 
 
FU-Kreisvorsitzende Helga Wössner verwies auf die zurückliegenden Veranstaltungen der FU und der CDU. Vera Huber berichtete vom Bezirksdelegiertentag in Freiburg, wo Kritik über das neue Prostitutionsgesetz geübt wurde. Statt der Eindämmung der Prostitution habe die Novelle das Gegenteil erwirkt. Die Frauen-Union will am Thema dranbleiben, um für die Frauen zu kämpfen, aus der "modernen Sklaverei" herauszukommen. Des Weiteren wolle die FU-Kreisvorstand einen Anstoß in der Pflege geben, um den Notstand zu mindern. Eingeführt soll nach dem Willen der FU ein verbindliches soziales Jahr. Ingrid Ehle, Vorsitzende der Kreissenioren-Union, bemängelt ebenso den Pflegenotstand und fehlende Pflegeplätze. Sie forderte eine Mitspracherecht für die Generation ab 60 Jahren bei gemeinsame Themen mit der CDU. Kritisch äußerte sich Wössner über die "GEZ-Zwangsabgabe". Vermisst werde eine ausgewogene politische Berichterstattung im öffentlich rechtlichen Rundfunk. Die Vorsitzende der FU Acher-Renchtal, Birgit Wild-Peter, monierte die politisch einseitigen Inhalte der Sender "ARD" und "ZDF", die ihrem Informationsauftrag nur bedingt gerecht würden. Vermisst wurden vom FU-Kreisvorstand auch Ergebnisse beim Bürokratieabbau. Für die Kommunalwahl 2019 wolle man jetzt schon geeignete Kandidatinnen für die Listen suchen. Birgit Wild-Peter sprach von einem anderen Thema, dass im Wahlkampf in Oppenau brisant werden könnte. Oppenau sei als "Wolfsgebiet" ausgewiesen. Viele seien aber dagegen. 


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